Stadtmagazin Author
Datum: 10. Januar 2026
Lesezeit: 2 min
Kategorie: Dies & Das

Angesichts der in den kommenden Tagen erwarteten starken Minusgrade – insbesondere in den Nachtstunden – weist die Stadt Lippstadt auf die bestehenden Unterstützungsangebote für obdach- und wohnungslose Menschen hin.

Dieser ehemalige touristische Doppeldeckerbus wird in der Absenkung an der Marienkirche als zusätzliche Unterbringungsmöglichkeit in der aktuellen Kälteperiode zur Verfügung stehen. Foto: privat

 

Wer nachts kein Dach über dem Kopf hat

Wer absehen kann, dass er oder sie nachts kein Dach über dem Kopf hat, kann sich während der regulären Öffnungszeiten an das städtische Ordnungsamt unter der Telefonnummer (0 29 41) 98 05 36 wenden.

„Niemand muss im Freien bleiben“

„Wir sorgen dann dafür, dass niemand im Freien bleiben muss und im Stadtgebiet untergebracht wird“, sagt Thorsten Schmidt, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung.

Viele übernachten trotz klirrender Kälte draußen

Es gibt Menschen, die trotz der bitteren Kälte draußen übernachten.

Für sie ist der Sozialdienst katholischer Männer (SKM) ein wichtiger Begleiter.

Es werden Schlafsäcke und Lebensmittel verteilt

„Wir kennen die meisten Schlafplätze und fahren sie mehrfach an, wenn es sehr kalt ist“, erklärt Miriam Liedmeier vom SKM.

Dort verteilen Mitarbeitende Schlafsäcke, Lebensmittel und sprechen mit den Betroffenen.

Ein Doppeldeckerbus zum Aufwärmen

Für jene, die sich kurzfristig umentscheiden, hat die Stadt eine besondere Lösung gefunden: Von Samstag, 10., bis Dienstagmorgen, 13. Januar 2026, steht in der Absenkung an der Lippstädter Marienkirche ein beheizter Doppeldeckerbus.

Sicher durch die Nacht kommen

Von 21 bis 6 Uhr kann jeder und jede einfach vorbeikommen, sich aufwärmen und sicher durch die Nacht kommen.

„Es geht um Menschlichkeit“

Bürgermeister Alexander Tschense beschreibt die Situation so: „Hier geht es nicht um Bürokratie, sondern um Menschlichkeit.

In dem Bus gibt es Schlafsäcke, Decken und warmen Tee – und vor allem Menschen, die da sind.“

Dank an lokale Institutionen

Er dankt Thilo Altmann für die Bereitstellung des Busses und dem SKM für die verlässliche Betreuung.

„Mein Dank gilt auch der evangelischen Kirche für die Bereitstellung des Geländes.“

Im Notfall kann die Polizei unter 110 gerufen werden

In akuten Situationen kann rund um die Uhr die Polizei unter 110 gerufen werden, die unmittelbar Hilfe anbietet und die nötigen Schritte einleitet.

Auch tagsüber gibt es Hilfe.

Tagsüber bieten zwei Vereine ihre Unterstützung an

Die Vereine „Keiner ist allein“ (KIA) und „Mit uns durchs Leben – Gemeinsam statt einsam“ halten ihre Türen offen und bieten einen warmen Platz sowie eine warme Mahlzeit an.

Die Zusammenarbeit „funktioniert sehr gut“

„Diese Angebote gibt es das ganze Jahr – aber in Tagen wie diesen sind sie von unschätzbarem Wert“, so Bürgermeister Tschense.

„Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen funktioniert sehr gut“, betont der Bürgermeister.

Den Menschen ohne festen Wohnsitz helfen

Ziel sei es, Menschen ohne festen Wohnsitz bestmöglich zu unterstützen.

Die Situation in der Kältephase spürbar verbessern

„Wir hoffen, dass die Maßnahmen die Situation obdach- und wohnungsloser Menschen in der aktuellen Kälteperiode spürbar verbessern.“